Trompeten für
Klassik und Romantik​​

Stopftrompete
nach Doke

Nach Alois Doke, Linz, ca. 1823 Die Stopftrompete kann, ähnlich wie beim Horn, mit der Hand ein- bis eineinhalb Halbtöne tiefer gestopft werden. Es ist in Demi-Lune Form gebaut und verfügt über einen Stimmbogen. Dieses Instrument wird mit den gleichen Bögen und Stiften gespielt wie die Klappentrompete nach Alois Doke. Ausnahme: C- und B-Bögen; diese müssen auf Grund der gebogenen Form des Instruments auch gebogen sein.
  • Grundstimmung in G (440 Hz)
  • Stimmungen werden über Aufsteckbögen gewählt. Vorhandene Stimmungen F, E, Es, D, C, B (jeweils 440 Hz oder 430 Hz)
  • Instrument in Messing

Klappentrompete
nach Doke

Rechtsgriffige Bauform

Nach Alois Doke, Linz, ca. 1823
Original: Musikmuseum, Basel

  • Grundstimmung in G (440 Hz)
  • Stimmungen werden über Aufsteckbögen gewählt. Vorhandene Stimmungen F, E, Es, D, C, B (jeweils 440 Hz oder 430 Hz)
  • Instrument in Messing
  • Mit 5 Klappen
  • Die Feinstimmung wird über Stimmstifte vorgenommen, die in 10 cent Schritte erhältlich sind (das Instrument verfügt über keinen Stimmzug)

Klappentrompete
nach Bauer

Linksgriffige Bauform

Nach Eduard Bauer, 1836 -1871
Original: Privatsammlung Jaroslav Roucek

  • Grundstimmung in G (440 Hz)
  • Stimmungen werden über Aufsteckbögen gewählt. Vorhandene Stimmungen F, E, Es, D, C, B (jeweils 440 Hz oder 430 Hz)
  • Instrument in Messing
  • Mit 5 Klappen
  • Die Feinstimmung wird über Stimmstifte vorgenommen, die in 10 cent Schritte erhältlich sind (das Instrument verfügt über keinen Stimmzug)

Zeitzeugen der romantischen Epoche

Originale Inventionstrompete und Perinettrompete als Set
Hochschule der Künste Bern
Instrumente von Antoine Courtois, Paris 1856

Der Nachbau der romantischen Trompeten nach Courtois

Nach der Erfindung der Ventile Anfang des 19. Jahrhunderts entstand eine spannende Übergangszeit, in der sich verschiedenste Trompetenkonzepte ausbildeten. Die Naturtrompeten  der Klassik hatten ihren Fortbestand und existierten parallel zu den neuen Ventilinstrumenten. 
 
Ein besonderer Zeitzeuge dieser Entwicklung sind die Inventionstrompeten und Perinettrompeten nach Courtois. Obwohl die Perinettrompete vom Prinzip her komplett chromatisch gespielt werden konnte, war sie mit Bögen ausgestattet. So konnte sie von G bis B abwärts in 7 Stimmungen gespielt werden. Die gleichen Bögen wurden auf der ventillosen Inventionstrompete gespielt. Je nach Situation wurde zwischen beiden häufig hin- und hergewechselt.

Dies ging so weit, dass beide Instrumente als Set einen gemeinsamen Koffer hatten, mit dem man zu Proben und Auftritten gehen konnte und beides immer griffbereit hatte.

Inventionstrompete
nach Courtois

Nach Antoine Courtois, Paris, 1856 Original: Hochschule der Künste Bern Die Inventionstrompete ist als Set zusammen mit einer Tief-F Perinettrompete erhalten. Diese Instrumente wurden damals je nach Anforderung des Werkes komplementär verwendet. Auf Wunsch fertigen wir das Instrument aus MCM Material, einer Speziallegierung ähnlich derjenigen, wie sie bei französischen, romantischen Blechblasinstrumenten gefunden wird. Dies verstärkt noch die historische Klang- und Spielcharakteristik.
  • Stimmungen in G, F, E, Es, D, C, B (sowohl in 440 Hz als auch in 430 Hz Stimmung)

Zugtrompete
nach Courtois

Ausführung MCM

Nach Antoine Courtois, Paris, 1850 Original in der Sammlung der Hochschule der Künste Bern Auf Wunsch fertigen wir das Instrument aus MCM Material, einer Speziallegierung ähnlich derjenigen, wie sie bei französischen, romantischen Blechblasinstrumenten gefunden wird. Dies verstärkt noch die historische Klang- und Spielcharakteristik.
  • Stimmungen in G, F, E, Es, D, C, B (sowohl in 440 Hz als auch in 430 Hz Stimmung)

Perinet
Tief-F Trompete

Perinet Trompete in Tief-G/F/E/Es/D/C/B
Nach Antoine Courtois, Paris 1856
 

Das Original ist Teil eines Set bestehend aus Inventionstrompete und Perinettrompete. Es befindet sich an der Hochschule der Künste Bern und wurde von uns im Rahmen des Inventionstrompeten Projektes kopiert.

Als Instrument aus der Übergangszeit von den Natur- zu den Ventilinstrumenten ist es eine Art hybrid. Es wurde im ständigen Wechsel mit der Inventionstrompete gespielt und wurde deshalb sogar im gleichen Instrumentenkasten transportiert um immer beides griffbereit zu haben. Auch die Spielweise erinnert stark an die Naturinstrumente. Obwohl mit Ventilen ausgestattet kann es in einer Reihe von Grundstimmungen G, F, E, Es, D, C, B (jeweils in 440 Hz, bzw. auch in 430 Hz) gespielt werden.

  • Stimmungen in G, F, E, Es, D, C, B (sowohl in 440 Hz als auch in 430 Hz Stimmung)

Drehventil
Tief-F Trompete

Drehventiltrompete in Tief-F nach Vaclav Červený, Königgrätz

Drehventil Trompete in Tief-F/E/Es/D

Nach Václav František Červený,
Königgrätz 1878

Die Trompete ist ideal geeignet für die deutsche Romantik und mischt sich sehr gut mit unseren romantischen Posaunen, die ebenfalls in dieser Tradition gebaut sind. Sie kann mit einem zweiten Stimmbogen und Satz Züge ausgestattet werden um sie in Es Stimmung zu bringen. Der Halbtonschritt von F zu E, bzw. von Es zu D erfolgt über den Auszug des Stimmzugs.

  • Meinlschmidt Maschine mit Schmierrille an den Ventillagern
  • Geometrie von Maschinenzugbögen und -knien den Strömungsverhältnissen angepasst.
  • Anstoss aus gehämmertem Blech gelötet.