Naturtrompeten für Renaissance und Barock​​

Ausserdem in dieser Kategorie

Renaissance
Zugtrompete in D 466 Hz

Die Zugtrompete zählt zu den frühesten Blechblasinstrumenten der Renaissance und wird zum Beispiel als Tromba di tirarsi Partien in der Alta Cappella eingesetzt. Das Konzept unserer Renaissance-Zugtrompete ist eine Rekonstruktion basierend auf einem Altarbild von Hans Memling, ca. 1490, auf dem 3 Zugtrompete spielende Engel abgebildet sind.

  • Grundstimmung D 466 Hz (entspricht Es 440 Hz)
  • Alle Rohre inkl. Zug aus gelötetem Rohr, mit Stiefel
  • Instrument in Messing
  • Getriebenes Schallstück
  • Eigens für dieses Instrument bieten wir das entsprechend dem Original aus gelötetem Blech hergestellte Mundstück RB-1 an

Die Zugtrompete im Einsatz

Auf diesem Video des preisgekrönten Ensemble I FEDELI ist die wunderbare Catherine Motuz auf unserer Zugtrompete zu hören. Catherine ist Dozentin für Posaune in alter Mensur an der berühmten Schola Cantorum Basiliensis. Sie ist musikwissenschaftlich auf den Gebieten der Musiktheorie und Aufführungspraxis des 15. und 16. Jahrhunderts aktiv. Gleichzeitig verfolgt sie eine vielseitige Bühnenkarriere und tritt mit vielen der bekanntesten Barockorchester und Kammermusikgruppen auf.

Gespielt wird das Werk von Ludwig Senfl (1490-1543) „Tandernac- felices, quicumque deo confidere possunt“, aufgenommen im Oktober 2018 im Festsaal des Schlosses Dachau.

www.ifedeli.org

Renaissance
Naturtrompete in D

Ausführung MDC, in D 415 Hz Stimmung mit Verlängerungsstift Nr. 6 und Renaissance Mundstück REM

Nach Michael Nagel, Nürnberg 1657
Original im kunsthistorischen Museum Wien

Die Mensur ist der Trompete von Michael Nagel aus der Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum Wien nachempfunden; Knauf und Verzierung sind nach dem Vasa-Instrument von Michael Nagel, Stockholm ausgeführt.

  • Grundstimmung in D (440 Hz) oder D (415 Hz)
  • Mittels Verlängerungsstiften und Kringeln sind ausgehend von beiden Grundstimmungen die Stimmungen D (415 Hz, nur bei der höheren Grundstimmung), C (440 Hz) sowie C (415 Hz) möglich
  • Das Schallstück wird nach historischer Methode von Hand auf 0,3 mm extra dünn gehämmert, um den historischen Klang so gut wie möglich abzubilden

Barock Naturtrompete
nach Haas in D

Ausführung MDC, Grundstimmung in D 440 Hz mit D 415 Hz Kringel

Nach Johann Wilhelm Haas, Nürnberg 1746
Original ehemals in der Sammlung von Dr. E. H. Tarr, Rheinfelden

  • Grundstimmung in D (440 Hz) oder D (415 Hz)
  • Mittels Verlängerungsstiften und Kringeln sind ausgehend von beiden Grundstimmungen die Stimmungen D (415 Hz, nur bei der höheren Grundstimmung), C (440 Hz) sowie C (415 Hz) möglich

Stimmungen und Stimmstifte

Alle unsere Naturtrompeten nutzen für das Einstellen der Grundstimmung und das Feinstimmen ein historisches System von Stimm- und Verlängerungsstiften.

Dieses System besteht aus insgesamt 7 Stimm- und Verlängerungsstiften, die in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden können. Darüber hinaus bieten wir Halbton, Ganzton- und 1-½ Tonkringel an. Hierdurch ergeben sich unzählige Kombinationsmöglichkeiten, die ein erstaunlich genaues Feinstimmen ermöglichen. Jeder Musiker findet hier sein eigenes, für ihn perfekt passendes System.

Falls nicht alle Varianten gewünscht sind, kann auch ein Teil der Stifte weggelassen werden. Lediglich der Stimmstift 3 wird in jedem Fall immer benötigt. Die Stimmstifte 1,2 und 3 als Kombination haben sich als Mindestausstattung bewährt.

Barock Naturtrompete
nach Ehe in D

Ausführung MDC, Grundstimmung in D 415 Hz mit Stimmstift Nr. 3 und Bull Mundstück (BL-1)

Nach Johann Leonhard Ehe II, Nürnberg 1746
Original im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg

  • Grundstimmung in D (440 Hz) oder D (415 Hz)
  • Mittels Verlängerungsstiften und Kringeln sind ausgehend von beiden Grundstimmungen die Stimmungen D (415 Hz, nur bei der höheren Grundstimmung), C (440 Hz) sowie C (415 Hz) möglich

Historische Materialien

Barocktrompete nach Haas in Silber Ausführung. Komplett aus gelöteten Sterlingsilber Blechen gefertigt. Die Oberfläche ist geschabt. Der Kranz ist handgraviert, mit Engelköpfen versehen. Der Knauf und die Zwingen sind ebenfalls reicht verziert. Kranz, Zwingen und Knauf sind vergoldet. Diese besondere Ausführung ist für fast alle Trompeten möglich und wird ausschliesslich auf Anfrage gefertigt.

Silber oder Nürnberger Messing?

Die Materialwahl spielt für den Klang und die Authentizität eines historischen Instruments eine entscheidende Rolle. Praktisch alle erhaltenen und in den Museen zu besichtigenden Instrumenten sind entweder aus Silber oder Messing gefertigt und häufig prunkvoll und reich verziert.

Da hier bei Egger die Verwendung verschiedenster Legierungen seit jeher eine entscheidende Rolle spielt, bieten wir für unsere historisch authentischen Nachbauten beides an: Sowohl Instrumente aus Messing, aber eben auch Instrumente aus Sterlingsilber. Klanglich ist Silber etwas dunkler und tragender als Messing und auch die Ansprache erfordert eine kleine Umgewöhnung. Die akustischen Eigenschaften verändern sich aber nicht.

Aber auch bei Messing haben wir einiges zu bieten: Es geht um viel mehr als das reine Verhältnis der beiden Hauptkomponenten Kupfer und Zink. Weitere Beimengungen wie etwa Blei, Silizium, Eisen, Nickel, Mangan oder Aluminium haben einen entscheidenden Einfluss auf die akustischen Eigenschaften.

In verschiedenen Forschungsprojekten haben wir die genaue Zusammensetzung des Messings analysiert, welches zur Blütezeit des Nürnberger Instrumentenbaus im 16. und 17. Jahrhunderts verwendet worden ist. Und es ist uns gelungen, dieses Material speziell für uns herstellen zu lassen. Gemeinsam mit der Anwendung der historisch überlieferten Arbeitstechniken und der authentischen Gravier- und Verziertechnik bieten wir damit unter dem Namen „MDC“ die Möglichkeit, den Originalinstrumenten nahezukommen, wie kein anderer Hersteller .

Barock
Naturtrompete in E

Nach Johann Wilhelm Haas, Nürnberg Original im Grassi Museum Leizig, Instrument Nr. 1788 Diese Trompete wird nach dem Original von Johann Wilhelm Haas aus dem Grassi Museum, Leipzig; Instrument Nr. 1788 gebaut.
  • Grundstimmung in E 415 Hz (entspricht Es 440 Hz, bzw. D 466 Hz)
  • Mittels Verlängerungsstiften und Kringeln sind ausgehend von der Grundstimmung die Stimmungen D (440 Hz) und D (415 Hz) möglich
  • Die Feinstimmung wird über Stimmstifte vorgenommen, die in 10 cent Schritten erhältlich sind
  • Das Schallstück wird nach historischer Methode von Hand auf 0,3 mm extra dünn gehämmert, um den historischen Klang so gut wie möglich abzubilden

Tromba
da caccia

Gottfried Reiche um 1726
Porträt von Elias Gottlob Haußmann

Tromba
da caccia

Die Tromba da caccia ist auch bekannt als Reiche Instrument. Das Schallstück dieses Instrumentes wurde im geschweiften Bereich kopiert nach dem Corno da Caccia von Johann Wilhelm Haas, Nürnberg 1688, aus dem Trompetenmuseum in Bad Säckingen. Die restlichen Mensuren sind Computer-simuliert nach dem bekannten Portrait von Johann Gottfried Reiche, welches Elias Gottlob Haußmann um 1726 gemalt hat.

Beim Bau dieses Instrumentes werden weitgehend überlieferte Arbeitstechniken angewendet. Alle Rohre inkl. Schallstück sind aus gehämmertem Messingblech gelötet und weisen eine Lötnaht auf. Die Anwendung solcher Herstellungsmethoden bewirkt eine Annäherung an die Originalinstrumente in Bezug auf das musikalisch-akustische Verhalten, insbesondere die Klangfarbe. Der Kranz ist graviert, die Zwingen sind verziert wie das Haas Instrument, poliert wird das Instrument von Hand nach historischer Methode.

  • Der Korpus ist in F (415 Hz) gestimmt.
  • Weitere Stimmungen E (415 Hz) sowie D, C, B (440 Hz oder 415 Hz) sind möglich
  • Die einzelnen Stimmungen sind als Verlängerungsbögen erhältlich

Tromba da caccia in C 415 Hz Stimmung

Zubehör

Gig Bags, Noten, Pflegemittel und mehr