Barockhörner

Barockhorn
nach Eichentopf

Nach Johann Heinrich Eichentopf, Leipzig 1738

Das Barockhorn nach Eichentopf verfügt über einen strahlenden, klaren, Barockhornklang sowie eine präzise Ansprache und ausgezeichnete Intonation. Damit eignet es sich hervorragend sowohl für Solo, Ensemble als auch Orchester.

Das Horn wird mit historischen Arbeitstechniken wie einem handgehämmerten Becher und aus historischem Legierung hergestellt um so präzise wie möglich den originalen Klang, seinen Charakter und sein Ansprechverhalten nachzuempfinden. Alle Rohre werden konsequent aus Blattzuschnitt hergestellt und zum Rohr verlötet.

Es kann auf Wunsch mit dem 2-Loch System für verschiedene Stimmungen ausgestattet werden, kann aber auch mit Stopftechnik sowie komplett ohne Löcher gespielt werden und ist damit sehr variabel einsetzbar. Durch seine kompakte Bauweise ist es für ein Barockhorn zudem sehr ergonomisch und reisefreundlich und mit Koffer sogar handgepäcktauglich.

  • Grundstimmung Korpus in  415 Hz. Der Korpus wird in der Grundausstattungen mit zwei Stimmstiften nach Wahl geliefert
  • Für alle Tonarten werden die Bögen vom Courtois Horn benötigt. Mit den Bögen in 440 Hz spielt dieses Horn in den entsprechenden Stimmungen in 415 Hz.
  • Gebräuchliste Stimmungen sind G, F und D.
  • Instrument in Messing

 

Barockhorn nach Eichentopf in D 415 Hz Stimmung (F Bogen in Kombination mit D Coupler).  Der Korpus ist mit Tonlöchern in G, F, Es und D ausgestattet.

Olivier Picon ist zugleich international gefragter Naturhornist, Dozent für Naturhorn an der HKB Bern und Experte für Naturhorn bei Egger. Er war massgeblich an der Erforschung des Corno da tirarsi beteiligt und hat mit uns einen Nachbau dieses seltenen Instruments entwickelt.

Neben seiner Tätigkeit als Naturhornist und Dozent berät er unsere Kunden bei allen Fragen rund ums Naturhorn.

Olivier Picon ist zugleich international gefragter Naturhornist, Dozent für Naturhorn an der HKB Bern und Experte für Naturhorn bei Egger. Er war massgeblich an der Erforschung des Corno da tirarsi beteiligt und hat mit uns einen Nachbau dieses seltenen Instruments entwickelt.

Neben seiner Tätigkeit als Naturhornist und Dozent berät er unsere Kunden bei allen Fragen rund ums Naturhorn.

Barockhorn
nach Leichamschneider

Als eine der größten Raritäten unseres Instrumentenangebots bieten wir zwei originalgetreue Barockhorn Nachbauten in jeweils einer Stimmung an. Eines in D Stimmung nach Michael Leichamschneider, das andere in F Stimmung nach Johannes Leichamschneider.

Bei originalen Barockhörnern stellt man vom Mundstück bis zum Schallstück eine kontinuierlich konische Mensur fest. Die Schallstücke sind daher verschieden groß, abhängig von der Länge des Instrumentes. Dies verbessert die Biegbarkeit der Töne erheblich.

Durch die kontinuierlich konische Mensur kommt es zu einer besseren akustischen Unterstützung für das Spielen ohne Hand im Schallstück, weshalb es auch gut ohne Stopftechnik gespielt werden kann.

Der Nachbau dieser beiden Originale erfolge auf Anregung von und in Zusammenarbeit mit Martin Mürner, Hornist und Restaurator für historische Blechblasinstrumente.

In F 415 Hz Stimmung

Nach Johannes Leichamschneider, Wien, 1715

Für unser einteiliges Barockhorn in F haben wir ein Original von Johannes Leichamschneider, Wien 1715, kopiert. Das Horn wurde mit historischer Handarbeitstechnik hergestellt, um dem Originalinstrument so nahe wie möglich zu kommen. Es ist ein eher schmales Instrument mit erstklassiger Intonation. Dieses Horn hat eine brillante hohe Lage und einen strahlende Ton kombiniert mit großer Beweglichkeit.

Dieses Horn ist ideal für eine authentische Spielweise der Barockmusik für F-Horn (wie die Brandenburgischen Konzerte, das Weihnachtsoratorium, Haendels Giulio Cesare oder Rameaus Les Borréades) geeignet. Es wird daher von Spielern mit authentischer Spieltechnik sehr geschätzt, wie auf den folgenden Aufnahmen zu hören ist:

In D 415 Hz Stimmung

Nach Michael Leichamschneider, Wien, 1723

Unser einteiliges Barockhorn in D wurde nach einem Original von Michael Leichamschneider, Wien 1723 kopiert, das sich heute im Bernischen Historischen Museum befindet. Wir waren in der Lage, das Original ausführlich zu spielen und zu messen, und es wurde originalgetreu mit historischen Handarbeitstechniken kopiert, um dem Originalinstrument so nahe wie möglich zu kommen.

Aufgrund seines breiten Bechers hat dieses Horn einen sehr charakteristisch reichen und warmen Klang. Die große Wicklung ermöglicht eine sehr subtile Artikulation.

Es eignet sich sehr gut für die historische Spielmethode (ohne Handstopfen oder Tonlöcher), weshalb es das Instrument der ersten Wahl für einen authentischen Ansatz im Barockrepertoire für Horn in D ist, so zum Beispiel bei Haendels Feuerwerksmusik, Wassermusik, Bachs h-Moll-Messe oder Telemann Konzerten. Auf der folgenden Aufnahme von J.S. Bachs Quoniam aus der h-Moll-Messe ist es zu hören.

Die Leichamschneider Hörner auf der Bühne

Diese zwei grossartigen Aufnahmen zeigen unsere Barockhörner nach Leichamschneider im Einsatz. Auf beiden Aufnahmen kommt die hohe Kunst der historischen Spieltechnik zum Einsatz. Das heisst ohne Nutzung von Tonlöchern und ohne Stopftechnik, sondern mit reinem Treiben der Töne.

In J.S. Bachs Quoniam aus der h-Moll-Messe ist das Barockhorn in D zu hören.

In J.M. Molters Divertimento sind zwei Barockhörner in F zu hören.

Reiche Horn mit Zugteil
"Corno da tirarsi"

Die Frage nach „Corno da tirarsi“ in den Kantaten von J. S. Bach beschäftigt seit vielen Jahren sowohl Musiker als auch Musikwissenschaftler. Basierend auf Olivier Picons Forschungsarbeiten zu diesem Thema haben wir die Möglichkeit gesehen, unser Reiche-Horn (Tromba da caccia) so anzupassen, dass es sowohl den historischen als auch den musikalischen Anforderungen dieser Partien für Corno da tirarsi entspricht.

Unser Instrument hat die Eigenschaften, die uns nach den uns vorliegenden historischen Informationen wesentlich erscheinen: Grundton B und A, Doppelzug, konisches Mundrohr mit schmaler Mundstückaufnahme, das an Hornmundstücke angepasst ist, und dessen homogener und organischer Klang es ermöglicht sich sehr gut mit Gesang zu mischen.

Forschungsarbeit Olivier Picon zum Corno da tirarsi

Das Corno da Tirarsi in der Kantate BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

Im Eröffnungssatz spielt das Corno da Tirarsi eine sehr komplizierte, chromatische Linie, teilweise colla parte mit der ersten Violine und Oboe und teilweise solo. Im letzten Satz (Choral) verdoppelt es die Sopranlinie im Chor.