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Sehr geehrte Kundschaft

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir aufgrund der Corona-Thematik bis auf weiteres nur eingeschränkt Kunden in unserer Werkstatt empfangen können. Wir bitten um Ihr Verständnis! 

  • Bitte warten Sie im Eingangsbereich bis ein Mitarbeiter Sie in Empfang nimmt. Handdesinfektionsmittel steht dort bereit. Beachten Sie die Markierung auf dem Boden und halten Sie einen Abstand von mind. 2m zu anderen Personen ein.
  • Wenn die Türe oder der Lift verschlossen ist, kann trotzdem jemand in der Werkstatt sein, nur der Empfang ist dann nicht besetzt. Bitte läuten sie oder rufen sie an: 061 681 42 33
  • Gerne nehmen wir weiterhin ihre Instrumente zur Reparatur/Service entgegen. Leider müssen Sie mit dem Abholen ein wenig mehr Geduld haben als normal, da die Instrumente erst einmal in Quarantäne müssen, bevor wir an ihnen arbeiten dürfen.
  • Das Testen der Neuinstrumente ist wieder möglich. Bitte machen Sie vorgängig einen Termin, damit wir uns optimal vorbereiten können. Unsere Mitarbeiter werden Sie anschliessend über das weitere Vorgehen informieren. 

ÖFFNUNGSZEITEN: Montag- Freitag, 10:00 bis 16:00 oder nach Vereinbarung.

Es dürfen sich zurzeit maximal 3 Kund*innen in unseren Verkäufsräumen aufhalten. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.

Gerne sind wir für Sie telefonisch oder per Email erreichbar.

Mit den besten Grüssen – Bleiben Sie gesund!

Ihr Egger-Team


Dear customers,

the time as come when we can see you all again! 

As of today we are open to visitors again, however we have to set some hopefully momentary restrictions. 

We have reduced opening hours: 10:00 to 16:00, from Monday until Friday.

However it is always possible to make an appointment outside these opening hours. We can receive up to three customers at the same time and therefore we highly recommend to make an appointment, in order to not let you down if you want to visit us spontanuously.
Our safety instructions regarding are presentend in German, English and French at our shop's entrance.

Best regards - stay healthy!

Your Egger team

Neue Barocktrompete mit Dreilochsystem (von Friedemann Immer)

  Juli 2011

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“Warum eine neue Barocktrompete mit dem Dreilochsystem? Die bisherige Trompete ist ja wirklich ein „Erfolgsmodell“. Die reichen Auswahl-möglichkeiten bei den Schallstückformen, Anstößen, Mundrohren und Bögen, die in verschiedenen Qualitäten (von Standard bis Historik) erhältlich sind, ergeben vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Hunderte von Trompetern in aller Welt spielen diese Barocktrompeten.

Und doch hat sich herausgestellt, dass noch Verbesserungspotenzial vorhanden war, besonders in der Intonation und Ansprache bei d´´ und g´. Speziell das d´´ ist relativ Kieks-gefährdet und bereitet vielen Spielern Probleme.

Deshalb haben wir – das sind Rainer Egger, seine Mitarbeiter und ich – uns überlegt, wie man dieses Thema angehen und ggf. beheben kann. Ich spiele nun seit über 30 Jahren Barocktrompete mit dem Dreiloch-System und habe so durch zahllose Konzerte und Aufnahmen, aber auch durch meinen Werdegang – u.a. Studium der Physik und Mathematik – genug Erfahrung, die ich in die Entwicklung eines neuen Instrumentes mit einbringen konnte.

Uns ist aufgefallen, dass die Barocktrompete ohne Löcher, auch „Natur-trompete“ genannt, die o. g. Intonations- bzw. Anspracheschwächen nicht hat. Das brachte uns auf die Idee, die Form des Schallstückes, den Über-gang zum Bogen und den Bogen selbst zu ändern. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist so überzeugend, dass alle Trompeter, die dieses neue Instrument angespielt haben, sofort von ihrer Qualität überzeugt waren und es als eine deutliche Verbesserung sehen. Die erwähnte Problematik einzelner Töne ist damit deutlich minimiert, teilweise sogar ganz behoben!

Längerfristig planen wir, auch ein Renaissance-Schallstück nach Hainlein zu entwickeln, um auch für die frühe Musik ein verbessertes, adäquates Instrument zur Verfügung haben. Ich spiele z. Zt. einen Prototyp dieses Instrumentes und benutze es mit Erfolg für die Musik des 17. Jahrhunderts, die Musik von Fantini bis Biber und Vejvanovsky.

Dazu ist es mit diesem neuen Modell möglich, statt des Bogens mit drei Löchern einen langen Bogen mit nur einer Biegung und ein längeres Mundrohr zu benutzen – man hat somit eine Barocktrompete ohne Löcher (Naturtrompete) oder auf Wunsch mit einem Loch (F-Loch) – eine sehr kostengünstige „Einstiegsmöglichkeit“ zum „lochlosen Spiel“ auf der Barocktrompete.

Auch wenn es in der letzten Zeit neue Quellen, Überlegungen und Untersuchungen zur Verwendung von Grifflöchern oder Überblaslöchern an Barocktrompeten im 18. Jahrhundert gibt, kann man doch davon ausgehen, dass die Barocktrompete normalerweise bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ohne diese Grifflöcher gespielt wurde.

Meiner Meinung nach wird der Klang der Barocktrompete aber hauptsächlich durch Schallstückform, Mensur und vor allem die Form des Mundstückes geprägt; die Frage, ob Grifflöcher – eins, drei oder vier – im Instrument angebracht sind, hat nicht den entscheidenden Einfluss auf den Klang.

Dieses neue Instrument bietet einen guten Kompromiss um sowohl mit als auch ohne Löcher spielen zu können. Ich schätze es sehr, für die 3-Loch-Trompete zusätzlich eine gute Ausrüstung zu haben, die uns Trompetern ermöglicht, auch das lochlose Spielen zu üben und zu praktizieren – was m. E. unbedingt notwendig ist."

 

Friedemann Immer,  im Juli 2011 

Professor für Barocktrompete an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und am Conservatorium van Amsterdam. 

 flyer 3loch_small   pdf-Datei des Flyer als Download.