Ausführungsvarianten

Unsere historischen Posaunen gibt es in folgenden Ausführungsvarianten:
Renaissance Posaunen: STANDARD, HISTORIC, MDC, SLOKAR und SLOKAR HISTORIC
Klassische Posaunen: STANDARD und HISTORIC

STANDARD
Instrument in Messing; Neusilber-Innenzüge verchromt;
Schallstück getrieben; Quersteg, Kranz und Zwingen verziert; Zugteilquersteg rund; Schallstückquersteg flach, graviert.
HISTORIC
Instrument in Messing; Messingzüge.
Historische Verarbeitung: alle Rohrteile ausser Zügen und Zwingen aus gehämmertem Blech gelötet; Schallstück getrieben; Züge wahlweise aus Messing oder Neusilber verchromt; Oberfläche handpoliert.
MDC
Instrument in Messing, reich verziert, Kranz handgraviert; Messingzüge;
Kranz, Zwingen und Querstege versilbert.
Historische Verarbeitung: Alle Rohrteile ausser Zug aus gehämmertem Blech gelötet; Schallstück getrieben; Oberfläche handpoliert. Schallstückquersteg flach, genietet. Zugquersteg rund, gelötet, bei der Bassposaune flach, mit Scharnier. Übrige Rohr-verbindungen geleimt.
SLOKAR STANDARD
unterscheidet sich vom Standard Modell durch andere Zwingenmuster und moderne Zugpositionen.
SLOKAR HISTORIC
Instrument in Messing, reich verziert; Messingzüge, wahlweise verchromt; Kranz, Zwingen und Querstege versilbert.
Historische Verarbeitung: alle Rohrteile ausser Zug und Zwingen aus gehämmertem Blech gelötet; Schallstück getrieben; Oberfläche handpoliert.

 


Mensur

In Bezug auf die Mensur sind STANDARD, MDC und HISTORIC Ausführungen identisch; sie sind Reproduktionen von Originalinstrumenten. Der Schallstückrand fällt daher nicht auf die 4. Zugposition, sondern geht darüber hinaus, wie das bei historischen Posaunen üblich ist. Dieser proportionale Aufbau beeinflusst nicht nur das akustische Funktionieren, sondern auch die klanglichen Eigenschaften der Instrumente.
Die Slokar Posaunen wurden nach den Wünschen von Branimir SLOKAR und dem Slokar Posaunenquartett entwickelt. Die 3. Zugposition fällt hier, wie bei modernen Posaunen, auf den Schallstückrand, und ermöglicht so einen häufigen, schnellen Wechsel zwischen modernem und historischem Instrument.

 


Bearbeitung

Der Klang eines Metallblasinstrumentes hängt neben Mensur und Material auch von der Art der Bearbeitung ab. Werden grosse Zug- und Druckkräfte eingesetzt, um Blech mit möglichst kleinem Zeitaufwand herzustellen und zu verarbeiten, wie das heute üblich ist, so leidet die Feinstruktur des Metalls, und damit auch der Klang. Durch eine langsame Umformung der Bleche und gezielte Anwendung historischer Produktionstechniken wird eine ähnliche Materialstruktur erreicht wie wir sie von historischen Blechen kennen. So erklären sich die auffallenden Klangunterschiede zwischen MDC- bzw. HISTORIC-, und Standard-Instrumenten, bei gleichen Mensuren, obwohl bei den Standard-Instrumenten teilweise auch historische Herstellungsmethoden angewendet werden.